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     Lenkgetriebe instand setzen
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Ollic
Posted on: 29.12.2016 15:24
Profi
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Posts: 384
Lenkgetriebe instand setzen
Moin zusammen,

in einem anderen Post hatte ich das schon einmal angekündigt:

Jetzt habe ich ein ZF Lenkgetriebe zerlegt und würde gerne ein paar Bilder davon ins Bilderalbum stellen. Nach dem Hochladen ist aber nichts zu sehen. Müssen die Bilder dort erst noch durch einen Admin freigeschaltet werden?

Grüße
Olli
Ollic
Posted on: 29.12.2016 23:50
Profi
Joined: 11.08.2012
From: HH
Posts: 384
Re: Lenkgetriebe instand setzen
OK...
Dann wie gehabt - Bilderdienst:

Ich habe kürzlich ein ZF Lenkgetreibe erworben. Zustand unbekannt.

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An der Nachstellschraube kann man erkennen, hier wurde schon ordentlich nachgestellt.

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Hmmm. Sieht alles nicht so wirklich frisch aus.


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Dann den Lenkstockhebel abgezogen. Der saß wirklich fest und ich mußte mit einem massivem Abzieher ans Werk gehen. Ein großer Kukko hat es dann geschafft. Allerdings hat die Zentrierbohrung in der Welle ein wenig gelitten. Aber dazu später mehr...

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Hier sieht man ganz gut die Markierungen, wie Hebel und Welle zueinander stehen müssen. Es gibt nur eine Stellung.

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Das Gehäuse ist offen - Lecker Fliessfett; einmal an den Händen und man riecht wie ein Maschinist, tagelang. Ich habe vorher vorsichtsthalber die Schrauben mit Balistol eingeweicht, damit sie nicht abreissen.

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So, alles ist zerlegt und ein wenig gereinigt.

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Die Fingerhebelwelle zeigt schon ein wenig Abrieb...

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Aber hier zunächst die Spindel.

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Um die Mittelstellung kann man auch hier ein wenig Verschleiss erkennen: Der rot markierte Bereich stellt sich wie eine polierte Fläche dar, während der Rest der Flanke eher matt erscheint.

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An dieser Stelle scheint die Fase ein wenig schmaler. Mal sehen was das am Ende bedeutet...

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Riefen auf der Welle.

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...

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Der Finger - vielleicht ein bisschen rundgelutscht.

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Das Lenkschloss. Da hat wohl einer mal Hand angelegt. Da weiss ich noch nicht wie man das richten kann. Ich habe ein wenig Angst da draufzudengeln und die Stange zu verbiegen...

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Die Buchsen der Welle. Tja beim Abziehen des Lenkstockhebels habe ich wohl ein Grat in die Kerbverzahnung gezimmert und beim Rausziehen der Welle eine Riefe hinterlassen. Das ist nicht schön, aber die Buchsen sollen eh raus.

Ich stelle mir jetzt die Frage, ob man die Welle auf ein gewisses Mass abdrehen kann. Sagen wir um 1-2 Zentel. Das dürfte der Kerbverzahnung doch nichts ausmachen, oder? Die neuen Buchsen könnte man dann bestimmt auf das Mass der Welle entsprechend aufreiben. Hat das schon mal jemand gemacht?
Ollic
Posted on: 30.12.2016 15:07
Profi
Joined: 11.08.2012
From: HH
Posts: 384
Re: Lenkgetriebe instand setzen
Das Gehäuse samt Mantelrohr geht nun erstmal zum Strahlen. Dazu werde ich die Gehäusehälften wieder zusammenschrauben, damit die Dichtflächen nicht beschädigt werden. Ausserdem noch die Bohrungen entsprechend verschliessen... und dann gibts später mehr. Hat mir wer noch ein Tipp wie mit der Fingerwelle umgegangen werden sollte? Abdrehen, oder besser so lassen?

Ach ja und Teile bestellen. Bei Schofield gibt es allerhand Teile und Hoffmann-Speedster bietet eine eigene Nachfertigung des Lenkfingers an. Hat jemand schon Erfahrung mit dem Teil gemacht?

Grüße
Olli
Ollic
Posted on: 30.12.2016 21:52
Profi
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Posts: 384
Re: Lenkgetriebe instand setzen
Um später den Reibwert der Lager einzustellen, benötigt man übrigens kein teures Werkzeug. Hier nachzulesen:

https://oldtimer.tips/de/technische-artikel/85-reibwertschluessel

Danke ans Nachbarforum!
zwergnase
Posted on: 31.12.2016 06:25
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From: Lenggries
Posts: 973
Re: Lenkgetriebe instand setzen
Servus Olli,

ich weiß nicht ob das mit dem Abdrehen funktioniert. Könnte mir vorstellen, daß der Finger beim Drehen eine Unwucht verursacht. Ich hab bei meiner Lenkgetriebeüberholung die Welle nur mit Schleifvlies poliert und neue Buchsen gedreht. Hab leider keine Bilder davon gemacht.

Ich wäre der Ansicht, daß sich die Abnutzung der Spindel und des Fingerkegels noch im Rahmen bewegt, ich würde das nur neu buchsen und abdichten.

Das mit dem Abziehen des Lenkhebels kenn ich, der braucht sehr viel Überredungskunst, bis der abgeht

Noch ein Tip zur Lenkschloßnut, wenn Du wen an der Hand hast, der Laserschweißen kann, würd ich wie folgt vorgehen: Die Nut fein strahlen, dann Materialauftrag per Laserschweißen (dadurch hat man keinen Verzug, und die Welle bleibt gerade), danach überdrehen und die Nut nachfräsen. Hört sich nach viel Aufwand an, aber wäre eine professionelle Lösung, denk ich.

Viel Erfolg noch,

Gruß
Martin
Ollic
Posted on: 31.12.2016 13:28
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Joined: 11.08.2012
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Posts: 384
Re: Lenkgetriebe instand setzen
Moin Martin,

vielen Dank für die Einschätzung und Tipps. Nächstes Wochenende werde ich an einem Getriebeworkshop teilnehmen und nehme das Lenkgetriebe mit. Vielleicht ergibt sich da ja was. Ich werde dann berichten. Das mit dem Aufschweissen der Lenkschloßnut ist mir auch schon eingefallen. Leider kenne ich keinen der mir das machen könnte. Zur Not drehe ich das nur ab. So ein Lenkschloß ist ja letztlich auch nur ein „Alibischlösschen“.
Einen neuen Lenkfinger habe ich bereits bestellt. Der kann ja nicht schaden...

Tolles Projekt hast Du da - Respekt!

Viele Grüße und danke nochmal. Allen ein guten Rutsch nach 2017. Happy Bussing!
Olli

Ollic
Posted on: 16.01.2017 02:49
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Posts: 384
Re: Lenkgetriebe instand setzen
Tach!

Nun war ich auf dem Getriebeworkshop und ich muß sagen der war wirklich sehr interessant. Neben einer menge Spass hat man auch viel Neues dazu gelernt. Rolf Berner von der Brezelfenstervereinigung hat uns bei der Reparatur eines 53er Ovaligetriebes angeleitet. Ein großes Danke an dieser Stelle!
Ich hatte auch mein Lenkgetriebe dabei und konnte nebenbei ein wenig daran arbeiten und Meinungen dazu einholen. Wie Martin hier schon sagte, macht das Getriebe doch einen recht soliden Eindruck. Der Aufwand für die Revision wird sich daher auf folgende Arbeiten beschränken:

1. Aufarbeiten der Welle
2. Abdrehen des beschädigten Schlosses
3. Richten des Gewindes für den Lenkradkonus
4. Neue Buchsen
5. Reinigen der Schneckenlager (die laufen wirklich noch schön sauber)
6. Strahlen und Lackieren des Gehäuses
7. Wellendichtring ersetzen

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Fingerhebelwelle mit Schleifvlies bearbeitet

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Sieht wieder ganz gut aus!


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Im Bereich des Wellendichtringes ist die Welle ein wenig eingelaufen. Das dürfte aber nach der Füllung mit Fliessfett nicht wirklich viel ausmachen.

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Lenkschloss abgedreht. Dabei werde ich es belassen. Alles andere wäre wohl ein wenig übertrieben...

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Gewinde für Lenkradkonus gerichtet. Das war auf den ersten Windungen vermutlich vom Lagern ein wenig zerdallert. Ich habe es mit der Gewindefeile bearbeitet und anschliessend mit dem Schneideisen nachgeschnitten.

Morgen gehts zum Strahlen.

Zum Vergleich habe ich auch ein wirklich schlechtes Lenkgetriebe aus meinem Fundus herangezogen, welches ich auch revidieren werde.

Als ich meinen Bus in den 90ern kaufte war ein Lenkgetriebe von 1963 verbaut. Das Spiel war damals so groß, dass ich mich dazu entschloss es zu tauschen, denn ein Nachstellen war nicht mehr möglich. Neugierig wie ich war, habe ich es damals zerlegt und jetzt habe ich es nach zwanzig Jahren wieder ausgegraben. Hier die Bilder:

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Die Schnecke lässt in der Mittelstellung deutlich mehr Verschleiß erkennen. Die Fase ist dort regelrecht weggenudelt.

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...

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...

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Das Gewinde habe ich hier auch gerichtet. Offensichtlich wurde beim Versuch das Lenkrad von der Stange zu trennen ordentlich auf das Gewinde gedroschen. Damit waren die ersten Gänge des Gewindes zerstört. Als ich es damals ausbaute, war es mir unverständlich wie jemand da noch eine Mutter drüber bekommen hatte. Nun fehlt ein Gewindegang, was aber nichts ausmachen sollte.

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Das obere Lager der Schnecke sieht eigentlich noch ganz gut aus...

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Ebenso der dazugehörige Kugellaufring.

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Am unteren Ende siehts ein wenig anders aus. Auf diesem Lager ruht ja auch die Hauptlast.

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Hier sieht man schon eine deutliche Spur - aber dramatisch ist das auch noch nicht.

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Der untere Kugellaufring.

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Da habe ich schon Schlimmeres gesehen!

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Die Fingerwelle ist am äußeren Ende doch recht stark eingelaufen. Den Absatz kann man deutlich spüren.

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Der Finger - geht noch würde ich sagen.

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Da ist aber auch schon mal einer beigegangen...

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... ab Werk sah das bestimmt anders aus.

Einen neuen Finger hatte ich bestellt und habe diesen zweimal zurückgehen lassen. Das wäre meiner Ansicht nach eher eine Verschlimmbessserung gewesen (das ist aber nur meine persönliche Meinung, ich will ja hier niemanden kompromitieren) . Dazu evtl. später mehr.

Grüße
Olli

zwergnase
Posted on: 17.01.2017 06:59
Profi
Joined: 24.12.2008
From: Lenggries
Posts: 973
Re: Lenkgetriebe instand setzen
Servus Olli,

noch ein Tip, sollte sich das Gewinde fürs Lenkrad nicht mehr revidieren lassen.

Mein Gewinde war vom Abzieher dermaßen zusammengequetscht, da war ein Richten nicht mehr möglich,

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hab dann das Gewinde weggeschnitten und durch das Gewinde einer passenden Schraube aus dem Hydraulikfachhandel ersetzt.

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Gruß
Martin
Ingo
Posted on: 18.01.2017 07:29
Pfiffig
Joined: 13.01.2011
From: Kreis Recklinghausen
Posts: 74
Re: Lenkgetriebe instand setzen
Hallo,
wollte mich an dieser Stelle nur mal für (generell) die Veröffentlichungen bedanken !
Die Überholung des Lenkgetriebes steht mir nämlich auch noch bevor, so weiß ich schon mal, was mich erwartet.
Schönen Dank !
Gruß
Ingo
mdege
Posted on: 18.01.2017 18:06
Moderator
Joined: 30.05.2006
From: Niederkrüchten
Posts: 1354
Re: Lenkgetriebe instand setzen
Hallo Leute,

Wenn ich so das Bild vom Gewinde sehe, fäll mir dazu nur ein, das geht auch besser. Man sollte nie direkt mit dem Abzieher auf die Lenkstange, auch bei anderen Teilen sollte an am beste noch ein passendes Druckstück zwischen packen, damit der Abzieher so was nicht anrichten kann.

Ich weiß für euch ist die Warnung zu spät aber ander die das noch vor sich haben sein hiermit gewarnt.

Und hier noch mal mein Angebot, ich habe den Adapter VW202P und das entsprechende Druclstück nach gebaut und wer es brauch kann es gerne gegen Kaution und Portokosten leihen. Als Abzieher tut es ein großer 2-Armabzieher, den verleihe ich nicht.

Gruß,

Michael
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